auto motor und sport: Bereit den Stadtverkehr zu rocken?

Elektroautos gibt es schon einige. Doch eines fehle noch, um den Charme dieses Antriebskonzepts zu beweisen, meint ein Start-up aus Aachen. Klein und bezahlbar muss es sein, um den Stadtverkehr zu rocken. Nun ist der Kleine reif für die Serie – fast.

Muss ein Elektroauto all das können, was ein Verbrenner oder ein Parallel-Hybrid kann? Also 200 km/h schnell sein, ohne lange Tankpausen viele Hundert Kilometer am Stück abspulen? Platz für vier und jede Menge Gepäck haben? Professor Günther Schuh, Kopf der e.GO Mobile AG in Aachen, meint Nein. Denn Universalgenies, die Elektroautos heute noch lange nicht sind, kosten eben viel Geld und lassen dadurch eine Käufergruppe außer Acht, die mit einem ganz anderen Stromer bestens bedient wäre: Pflegedienste etwa oder Menschen, die nur in einem begrenzten Radius mobil sein wollen. Stellen die sich ein E-Mobil für 40.000 Euro plus x vor die Tür? Wohl selten.

So weit, so kurz die Vorgeschichte des e.GO Life, die durch plötzlich nicht mehr lieferbare Komponenten – Firmenübernahmen, Patentrechte – und verschärfte Freigabeverfahren bei Zulieferern ins Stolpern geriet. Nun aber soll die Produktion Mitte März starten, und ein blauer Testwagen in der Topmotorisierung 60 (60 kW, 82 PS) steht bereit, um die Eindrücke vom ersten Kennenlernen (Heft 15/2018) aufzufrischen.

 

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