SZ.de: Stromer für alle

Der einstige StreetScooter-Gründer Günther Schuh liefert seine ersten batteriebetriebenen Kleinwagen aus, die nur 20 000 Euro kosten. Auch Volkswagen setzt alles auf E-Autos.

Armin Laschet ist in die Fabrik gekommen, um sein neues Auto abzuholen. Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident hat sich einen e.GO "Life" bestellt, ein etwa 20 000 Euro teures Elektroauto, das neuerdings in Aachen vom Band läuft. Also sitzt der CDU-Politiker am Steuer seines hellblauen Dreitürers, die Reifen quietschen kurz auf dem Boden der neuen Fabrik. Danach kurvt Laschet fast geräuschlos durchs Werk, Hundert Mitarbeiter stehen am Fließband Spalier und klatschen: Sie bauen jetzt wirklich Autos.

Eingeladen hat Günther Schuh. Der 60-Jährige ist Professor für Produktionstechnik an der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule (RWTH) Aachen und hat sich mit diesem Vollzeitjob noch nie zufriedengegeben. Vor vier Jahren hat der Rheinländer die Firma e.GO gegründet, um zu beweisen, "dass es dieses Segment gibt": kleine, günstige Elektroautos für den Stadtverkehr, die dort Lärm und Abgase vermeiden und vor drohenden Fahrverboten gefeit sind.

 

 

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