auto motor und sport: Autonomer Shuttlebus geht 2019 in Produktion

In diesem Jahr startet die Serienproduktion des elektrischen Kleinbusses e.GO Mover. Je nach Ausstattung kann er mit 15 Personen an Bord auch autonom nach Level 4 fahren. Ein Kunde setzt die Fahrzeuge in Deutschland und Frankreich ein.

Autonom fahrende Shuttlebusse werden die ersten selbstfahrenden Autos sein, die in größeren Stückzahlen auf den Markt und auf die Straße kommen.

Vor allem in geschlossenen Systemen können sie ihre Vorteile ausspielen. Als Verbindung von Flughafenparkhäusern mit dem Terminal oder innerhalb von Werksgeländen großer Firmen können die stets gleichen Routen non-stop befahren werden.

Auch im Nahverkehr kleinerer Kommunen oder als Anschluss von Neubaugebieten an eine Endhaltestelle von U- oder- S-Bahn in Städten dürfte es bald Shuttledienste geben.

An den Haltestellen und auf den Strecken wird man oftmals den Mover sehen, den der Automobilzulieferer ZF in Zusammenarbeit mit dem Aachener Elektroauto Start-up e.GO entwickelt hat.

Das kastenförmige Design des 4,94 Meter langen, 2,02 Meter breiten und 2,55 Meter hohen Mover verspricht maximale Raumausnutzung. Eine 60 kWh große Batterie versorgt den 150 kW (204 PS) starken Elektroantrieb mit Energie, um bis zu 14 Passagiere zu befördern.

Zehn Steh- und fünf Sitzplätze stehen zur Verfügung, wovon einer für Personal reserviert sein wird. Der Mover fährt autonom nach Level 4. Das heißt, dass in bestimmten Notsituationen ein Fahrer in das Geschehen eingreifen kann und muss.

Je nach Einsatzzweck oder Gesetzeslage vor Ort soll der Mover von der eigens gegründeten e.GO MOOVE GmbH auch ohne autonome Fahrfunktionen angeboten werden.

Erster Großkunde ist das französische Unternehmen Transdev. Die Franzosen betreiben weltweit Nahverkehrsflotten und wollen den Mover mit ihrem globalen „Autonomous Transport System“ ausrüsten. Die Haupteinsatzmärkte sollen ab dem Jahr 2020 Frankreich und Deutschland sein.

 

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