FAZ.net: Der Elektro-Professor vernetzt seine Autos nun mit 5G

Mit seinem e.GO-Projekt ärgert Günther Schuh die etablierten Autohersteller schon länger. In diesem „Haifischbecken“ hat er sich jetzt einen neuen Partner gesucht und sich viel vorgenommen.

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Rechenzentren direkt an der Produktion

Bekannt geworden ist der Professor als Mitgründer des StreetScooters, das ist der elektrische Lieferwagen, mit dem die Post seit 2014 in Innenstädten ohne Emissionen unterwegs ist. Die Post will ihr Tochterunternehmen inzwischen wieder loswerden, Schuh hat sich schon als Käufer angeboten, kommentiert den Prozess aber gerade nicht. Er hat auch einen anderen Fokus: Nämlich seine eigene Produktion. Schuh sieht e.GO noch als Start-up, auch wenn er schon mehrere Werkshallen in Aachen eröffnet hat. 

Und er schickt sich gerade an, die großen Automobilhersteller schon wieder zu ärgern. Das geht aber nicht alleine. „Wenn Sie als kleiner Fisch in einem großen Haifischbecken mitmachen wollen, brauchen Sie große Partner“, sagt Schuh und grinst während er neben Hannes Ametsreiter steht. Der ist Deutschland-Chef des Telekommunikationskonzerns Vodafone und hat mit Schuh gerade aus dem normalen Werk ein mit dem neuen Mobilfunkstandard vernetztes 5G-Werk gemacht. 

Mit 36 Sendern ist die 8500 Quadratmeter große Halle vernetzt, durch sogenanntes Edge-Computing – also kleine Rechenzentren direkt an der Produktion – soll der gesamte Fertigungsprozess digitalisiert werden. Das wichtigste für Schuh ist dabei, dass es hauptsächlich kabellos ist und alle Informationen in einem System zusammenfließen. Es ist also in der Lieferung erkennbar, welche Teile gerade ankommen, weil diese mit RFID-Chips versehen sind und dann automatisiert erkannt werden.

 

 

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